Waldbaden, Qigong und die Suche nach dem eigenen Kraftort
Beseelt sitze ich am Waldrand auf einer Holzbank. Drei Stunden achtsam schlendern, die Sonnenstrahlen zwischen den Blättern wahrnehmen. Rauschen lauschen, die Natur in ihrer Schönheit beobachten. Gedanken, Stress und Ärger loslassen. Zusätzliche Energie spendeten mir Qigong und Meditation.
Tiefenentspannt, so fühle ich mich. Es tut mir gut, mein Wald-Auszeit-Wochenende.
Vorleben, was ich als Achtsamkeitsmentorin vermittle.
Wie ich dazu kam? Schließlich wollte ich 2018 unbedingt in die Stadt ziehen.
Nach Jahrzehnten in der sogenannten Heimat von Pfälzer Wald und Deutscher Weinstraße vor der eigenen Haustür, sollte es nun endlich ins pralle Leben gehen. Weg von Dorf- und Kleinstadtleben, weg davon, zuerst 30 bis 50 Kilometer mit dem Auto in die nächstgrößere Stadt zu fahren, um Kunst, Kultur oder sonstige Veranstaltungen zu erleben. Eine Landeshauptstadt mit über 200.000 Einwohnern. Mitten rein, was sonst.
Daher Haus verkauft und los. Zugegeben, ein schöner Stadtpark ums Eck ist definitiv kein Wald. Aber es könnte doch ein Ersatz sein – so dachte ich jedenfalls. Lag die Wohnung zudem angrenzend an den kleinen Fluss. Zwei Jahre einleben, die ersten Bekanntschaften knüpfen, das Stadtleben genießen. Es passte – soweit.
Dass Coronapandemie und mein Fahrradunfall mit drei gerissenen Bändern im Knie die Sehnsüchte nach Kunst, Kultur und fußläufig zu erreichenden Events ab 2020/2021 zu Nichte machten, war eine Seite der Medaille. Die andere offenbarte sich im Jahr 2022.
Am 2.2.2022 fand uns unsere Auszeit-Villa in Spanien
Anfänglich war es eine Immobilienbesichtigung wie so oft, während unserer Auslandsreisen. Schauen, was so im Angebot ist. Preis-/Leistung vergleichen. Erfahrung durch unser Onlineportal Lebensdomizile weltweit hatten wir bereits seit 2012. Und dann stand da dieses rote Haus. Martin wollte es unbedingt haben. Er habe sich verliebt, sagte er. Die überraschende Story dazu habe ich schon mehrfach zum Besten gegeben. Zwischenzeitlich gaben wir dem roten Haus einen Namen und tauften es „Domicilio de Vida“.
Bei der Übernahme im Mai stand ich dann zum ersten Mal bewusst auf dieser Terrasse. Noch im „Kneif-mich-Modus“, dass ich es kaum glauben konnte. Dann dieser traumhafte Weitblick. Fasziniert von bewaldeten Berghängen, dem Vogelgezwitscher, den eigenen Olivenbäumen und – der unendlichen Ruhe.
Da platzte es aus tiefstem Inneren heraus:
Ich bin ja gar kein Stadtkind.
Die Natur – sie hat mir gefehlt. Die ganzen Jahre. Es war mir nicht bewusst, denn eigentlich hatten wir das Leben, was wir wollten. Hübsche Wohnung, nur noch Tür zuschließen, mit dem neuen, größeren Wohnmobil lange Reisen unternehmen. Zurückkommen, Events besuchen, Freunde treffen. Und doch war da diese undefinierbare „Lücke“. Ein Fehlen eines Puzzleteils im Unterbewusstsein, das nun plötzlich einen Namen und ein Gesicht hatte.
Natur, Wald, Weitblick
Und so nahm alles seinen Lauf. Natürlich wollte ich es genau wissen. Was ist das, was Natur und Entschleunigung mit uns so Besonderes machen. Ich besuchte Lehrgänge und bildete mich weiter in Waldbaden und Achtsamkeit in der Natur. Probierte selbst aus. Ich wollte wissen und fühlen, was zu mir passt – und warum.
Und dann war sie plötzlich da: Die Lösung.
Denn heute weiß ich, Qigong mit Meditation und Waldbaden mit Achtsamkeit in der Natur sind das ideale Duo für mich.
Warum?
- Fitnessstudio? Mein Trainingsraum beginnt vor der Haustür.
- Terminkalender? Ich entscheide selbst, wann ich Zeit dafür habe.
- Fester Trainingsort? Wald und Natur gibt es überall – egal wo ich in der Welt unterwegs bin – und vor allem in Spanien, wenn wir Zeit in unserer Auszeit-Villa verbringen.
Die Methoden bringen mich näher zu mir und in die Ruhe. Denn Hektik und Stress kann selbst ich, als Achtsamkeitsmentorin nicht zu 100 Prozent verbannen. Aber ich durfte lernen, wie ich beides abbauen kann.
Heute nehme ich mir die Freiheit, zwischen Stadt und Land, zwischen Kontinenten und Energiefeldern, zwischen Natur und Beton unterwegs zu sein. Denn genaugenommen war es kein Entweder / Oder. Es war ein UND.
Energiequellen und Kraftorte
Möglicherweise bist du gerade auf der Suche nach deiner persönlichen Energiequelle. Vielleicht ist es der Wald. Oder das Meer. Es könnten auch die Berge, der hohe Norden, oder ein Fahrrad, eine Yogamatte, eine Staffelei und Farben im Atelier oder ein Garten mit blühenden Blumen sein.
Sicherlich kennst du solche Sätze: „Komm doch mal mit, das wird dir gefallen.“ Gerade im dörflichen Bereich sind die Angebote zahlenmäßig und inhaltlich oft begrenzt.
Mein Tipp: Probiere das aus, was dich interessiert. Stöber online, was es gibt.
Es muss nicht das sein, was andere für dich als sinnvoll und passend erachten.
Gib dir die Erlaubnis, auf die individuelle Suche zu gehen. Nicht copy & paste ist die Lösung, sondern dein Gefühl, dass es jetzt zu dir und deinem Leben passt.
#wortewertewandel Wenn dich diese Gedanken ansprechen, bist du auf meiner Website genau richtig.
Ich schreibe über Reisen in die Welt und Selbstfürsorge im Innen. Über bewusste Neuanfänge und die kleinen Entscheidungen, die unser Leben langfristig oft stärker verändern als die großen.
So entstehen Denkräume für Menschen an Wendepunkten. Denkräume, die Platz lassen für das eigene ICH und deine ganz persönliche Gedankenwelt.
In meinen Büchern, Videos und Texten schaffe ich Verbindungen zwischen Reiseerlebnissen und Erkenntnissen, hin zu Klarheit, Eigenverantwortung, Freiheit und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.
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