Warum ich an die Kraft der Worte glaube

Es gibt Sätze, die begleiten uns ein Leben lang. Wir hören sie als Kinder, in einer Partnerschaft oder im Berufsleben und vergessen sie nie. Andere treffen uns eher zufällig. In einem Buch, während eines Gesprächs oder wie bei mir, auf einer Reise.

Ich erinnere mich an viele solcher Worte oder Sätze, die ich irgendwann in meinem Leben gehört habe. Wie ein Geistesblitz sind sie plötzlich in einer völlig anderen Lebenssituation da. Glasklar. Teilweise sogar mit den damals gefühlten Emotionen.

Vielleicht kennst du das.

Der Moment, in dem Worte wirken

Ausgesprochene Worte und Gedanken anderer Menschen – ob Freund, Familie oder völlig fremd – haben die Fähigkeit, Orientierung zu schenken. Wenn sie dich zum genau richtigen Zeitpunkt erreichen. Sie setzen etwas in dir in Bewegung. Ob du das nun direkt planst oder es einfach geschieht.

Denn plötzlich denkst du: Genau das habe ich gefühlt, konnte es aber nicht so ausdrücken. Und deine Gedanken starten in eine neue Richtung.

Petra, warum schreibst du?

Möglicherweise war dies der Anstoß zu meiner Leidenschaft des Schreibens. Meine Gedanken in Worte fassen und ihnen damit Raum geben, sich zu entwickeln.

Seit mehr als 30 Jahren arbeite ich mit Sprache und Worten. Als PR-Managerin, später als Reisejournalistin und dann als Autorin. Immer ging es mir darum, Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Wahre Geschichten zu erzählen und damit Menschen zu erreichen. Auch privat schrieb ich schon früh seitenlange Briefe, lose Stichwortsammlungen oder Gedankenfetzen in Schachtelsätzen in Ringbücher, über das, was mich bewegte.

Im Laufe der Jahre entdeckte ich noch etwas. Schreiben bedeutet für mich, Erlebtes zu ordnen.

  • Gedanken zu sortieren und weiter zu denken.
  • Gefühle besser zu verstehen.
  • Abläufe und Hintergründe zu analysieren.
  • Erfahrungen zu reflektieren.
  • Zusammenhänge zu erkennen, um neue Wege und Lösungen zu finden.
  • Loslassen, was war.
  • Schauen, was daraus wird.
  • Kombinieren statt bewerten.
  • Reflektieren, um Neues zu entwickeln.

Und oft finde ich Antworten, die ich im Lärm des Alltags überhört habe.

Geschriebene Worte halten Gedanken fest, die sonst verloren gingen. Sie lassen Emotionen stehen, ohne Bewertung. Sie machen Mut, trösten, sind ruhige Zuhörer, erinnern und schenken einen neuen Blick auf das eigene Leben.

Schreiben bei Herausforderungen (SLOW-Tipp)

Gerne empfehle ich Menschen in krankheitsbedingten Situationen, Krisen oder an Wendepunkten, ihre Gedanken und Gefühle, ihre Erlebnisse und Begegnungen aufzuschreiben. Wahllos auf Papier oder im Laptop festzuhalten und sie dabei gleichzeitig aus dem emotionalen Gedanken-Wirr-War loszulassen. Sie später zur Hand zu nehmen, klarer einzuordnen und für sich zu nutzen, ist dabei Gold wert.

Heute schreibe ich für Frauen, die sich nach Klarheit, Selbstfürsorge oder einer bewussten Neuorientierung sehnen. Keine perfekten Heldinnen. Sondern echte, ehrliche Lebenswege. Es entstehen Bücher, die begleiten statt belehren. Geschichten, die zu einer vertrauten, inneren Stimme werden können.

Ich glaube an die Kraft der Worte. Denn vielleicht beginnt genau dort der Wandel, den ich für mich als #WorteWerteWandel definiere.

Wenn dich diese Gedanken ansprechen, findest du weitere Geschichten und Anregungen zu „Umsteigen statt Aussteigen“, über bewusste Neuorientierung, Achtsamkeit sowie Erkenntnisse mitten aus dem Leben in meinen Büchern.